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Tobias Tobias
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Bücher, Bücher

Ahoj,

zum zweiten Mal die Einzelteile wieder zusammengetragen, so gut es hat gegen die Tücken der Technik ging (das vorige Mal beim Umzug auf Parlaris, da war der Beitrag dann von Januar 2007) ... Für alles, was dabei vielleicht verschwunden oder irgendwie verändert worden sein sollte, bitte ich um Entschuldigung.

Vorsorglich: Als letztes in diesem Eingangsbeitrag steht Ergänzung vom 10. August 2010 (»Das Märchen von der alten Straßenbahn«).

Übrigens, für die DVDs hat Karel unter "Serien" eine gleichartige Liste erstellt:
http://der-tschechisch-slowakische-fernsehserien-index.1046636.n5.nabble.com/Serien-auf-DVD-kleine-Liste-td4290841.html

Liebe Grüße an und frohe Ostern für alle -

Tobias



Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht, aber wenn mir ein Film gefällt, dann hätte ich ihn am liebsten als Buch.

Im Serienindex ist das oft berücksichtigt – auf der Seite einer Serie steht möglichst, wenn ein Buch dazu bekannt ist.
Nun haben einige der verzeichneten Serien (noch) keine eigene Seite. Filme usw. können natürlich gar nicht berücksichtigt werden, irgendwo muß man ja das Gebiet auch enden lassen, sonst geht es ins Uferlose.
Also hier mal ein paar Buchtips, von denen die meisten wohl nicht im Serienindex stehen. Übrigens: Solche Bücher sind immer auch eine gute Geschenkidee ...
Ich bitte von vornherein um Entschuldigung, daß ich die »Häckchen« und sonstigen Unterscheidungszeichen weglasse – die Komputer spielen auch so schon verrückt genug.

»Klapperzahns Wunderelf« (Autor Eduard BASS)
Sportverlag Berlin, seit 1958 mehrere Auflagen;
illustriert von Werner KLEMKE

»Odysseus und die Sterne«
(Autor Ota HOFMAN, Übers. Elisabeth BORCHARDT)
erschienen 1981, Der Kinderbuchverlag Berlin;
wundersame Illustrationen von G. Ruth MOSSNER (sie sind den Kapiteln vorangestellt und zeigen – surreal verschlüsselt – eigentlich schon, was im Kapitel geschehen wird; man erkennt es aber erst hinterher)

»Clown Ferdinand – Mein freier Tag«
(Autoren Jiri VRSTALA und Andreas BAUER, Noten Manfred NITSCHKE; Illustrationen von Rudolf SCHULTZ-DEBOWSKI)
VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig, mehrere Auflagen seit 1969
::: Nachbemerkung über dem Impressum: »Eine ganz ähnliche Geschichte findet Ihr auf der Schallplatte ›Clown Ferdinands freier Tag‹ in der Reihe LITERA (Nr. 5 60 092) des VEB Deutsche Schallplatten, Berlin« :::

»Wie man dem Walfisch einen Backenzahn zieht«
(Autorin Marie POLEDNAKOVA, Übers. Barbara ZULKARNAIN)
KOMPASS-Taschenbuch Nr. 356 (ISBN 3-355-00313-1)
Verlag Neues Leben, Berlin 1987

»Wie man den Vater in die Besserungsanstalt bekommt«
(Autorin Marie POLEDNAKOVA, Übers. Barbara ZULKARNAIN)
KOMPASS-Taschenbuch Nr. 390 (ISBN 3-355-01006-5)
Verlag Neues Leben, Berlin 1990
--> (Fortsetzung zu »Wie man dem Walfisch einen Backenzahn zieht«)

»Limonaden-Joe«
(Autor Jiri BRDECKA, Übers. Karl WANDNER)
Eulenspiegel-Verlag Berlin, 1965
(Reihe »Kronen-Western« – »nur echt mit der Eule«)
(Privatanmerkung: Das erste Kapitel ist sinnigerweise mit der Aufforderung überschrieben »Geh nach Westen, junger Mann!«)

»Vampir Ltd.« (die Filmfassung heißt, glaube ich, »Der Autovampir«)
(Autor Josef NESVADBA)
Kurzgeschichte, z. B. im
Sammelband »Wie Kapitän Nemo starb« (Übers. Elisabeth BORCHARDT)
Verlag Das Neue Berlin, 1978;
Ill. von Klaus ENSIKAT
::: NESVADBAs Geschichten sind – von anderen übersetzt – auch in anderen Verlagen erschienen, z. B. als Heyne-Taschenbuch Nr. 3430 (»Vampir Ltd.« ist nicht darin. Aber: Vorwort von Brian W. ALDISS.) und (mit »Vampir Ltd.«) als Suhrkamp-Taschenbuch Nr. 2863; allerdings habe ich den Eindruck, daß die Übersetzungen nicht so treffend sind wie die von BORCHARDT. Sie hat eine Erzählung z. B. »Das Einsteingehirn« genannt, und das paßt genau, während die anderen Übersetzungen diese Erzählung »Einsteins Gehirn« überschreiben und damit einen falschen Eindruck erwecken. Es wird nämlich nicht an Albert herumgeschnippelt.
Und: Schöner ist die Ausgabe von »Das Neue Berlin« allemal. :::

Josef V. PLEVA
»Die Geschichte vom kleinen Bobesch« und
»Bobesch zieht in die Stadt«
Artia Prag und Der Kinderbuchverlag Berlin, 1959 bzw. 1961
Übersetzer Franz Peter KÜNZEL, Illustrationen Franti^sek DOUBRAVA (Originalverlag war SNDK Praha, 1959; es gibt auch eine Filmfassung)
::: Im Klappentext heißt es: »So ist das mit Bobesch, dem Helden unseres Buches und Liebling aller tschechischen Kinder. Die Geschichte vom kleinen Bobesch ist ein wahrhaft klassisches Kinderbuch in der tschechischen Literatur und wird sich auch unter den deutschen kleinen Lesern viele neue Freunde machen.«
Die Übersetzung hat einen irritierenden Haken: Das Titelblatt von »Die Geschichte ...« enthält den Hinweis »Band 1« – in »... zieht in die Stadt« fehlt jedoch eine Band-Angabe. Erst wenn man den Klappentext von »Die Geschichte ...« liest, findet man den Hinweis, daß »... zieht in die Stadt« 1961 als Fortsetzung erscheinen wird.
Der Originaltitel beider Bände ist mit »Maly Bobe^s« (mit Aufwärts-Akzent über dem y) angegeben.
Es sieht auch ganz danach aus, daß mit dem 2. Band (»... zieht in die Stadt«) die Geschichte abgeschlossen ist. :::


Ota HOFMANN
»Die Besucher« (vgs, ISBN 3-8025-5025-0)
»Die Tintenfische aus dem zweiten Stock« (vgs, ISBN 3-8025-5043-9)
»Luzie, der Schrecken der Straße« (Verlag Sauerlnder, ISBN 3-7941-2135-X)

Milos MACOUREK (»nacherzählt von Petr [Peter] MARKOV«)
»Der fliegende Ferdinand« (vgs, ISBN 3-8025-5028-5)
»Die Märchenbraut« (vgs, ISBN 3-8025-5021-8)
»Die Märchenbraut/Der Zauberrabe« (vgs, ISBN 3-8025-5034-X) (zwei Erzählungen in einem Band. Es scheint, daß »Die Märchenbraut« unverändert nachgedruckt und die zweite Erzählung »Der Zauberrabe« hinzugenommen wurde. Dieser Doppelband scheint die einzige Buchfassung von »Rumburak« zu sein.)

Milos MACOUREK/Hermina FRANKOVA
»Hamster im Nachthemd« (vgs, ISBN 3-8025-5061-7)



Die vom DDR-Fernsehen so liebevoll ins Deutsche übertragenen Zeichentrickserien um den Räuber RUMCAJS und seine Familie (»Der brave Räuber Fürchtenix«, »Der Räubersohn Spurtefix«) sind bestimmt vielen in bester Erinnerung (um so unverständlicher, daß auch sie seit langem nicht mehr gesendet werden).

Die Bücher sind verwunderlicherweise nicht in DDR-Verlagen erschienen, sondern (soweit ich weiß) nur beim Georg Bitter Verlag KG, Recklinghausen:

PILAR/CTVRTEK (von PILAR – mit Häkchen über dem R – sind die Bilder, der Text ist von CTVRTEK, über dem C ein Häkchen):

»Räuber RUMZEIS der aufsässige Schuster« (Originaltitel: »Rumcajs«)
1972, ISBN 3-7903-0148-5

»RUMZIPPEL das Räuberkind« (Originaltitel: »Cipisek«)
1974, ISBN 3-7903-1082-5

Es scheinen die einzigen Bände zu sein; sie wurden von Dr. Lotte ELSNEROVÁ übersetzt und waren offenbar vom Bitter-Verlag allein erstellt; lediglich im Impressum zu »Rumzeis« findet sich überhaupt ein Hinweis, die Originalfassung sei bei Albatros Prag erschienen; als Inhaber der Urheberrechte werden bei »RUMZEIS« und »RUMZIPPEL« jeweils PILAR/CTVRTEK angegeben (»RUMZEIS« 1970, »RUMZIPPEL« 1971).

Dabei scheint der Verlag doch größere Pläne gehabt zu haben. Als Anhang zu »RUMZEIS« findet sich eine Verlagswerbung:

»Der Räuber Rumzeis
gehört heute schon
zu den beliebtesten Figuren
der Kinderliteratur.
POSTER
von Rumzeis,
dem aufsässigen Schuster,
zum Schmuck und zur Austattung
des Kinderzimmers
sind durch jede Buchhandlung zu beziehen.
Schutzgebühr 2,50 DM«

Freundliche Grüße an alle

Tobias



Holger :::::::::
20. März 2007

Der Odysseus befindet sich in meinem Besitz, es ist in der Tat ein sehr gut gemachtes Buch. Der Odysseus ist, gerade wenn man das Buch kennt, ein wichtiger Vorläufer für "Die Besucher" ...

Vielen Dank für deine Buchvorstellungen, Tobias!



Volker :::::::::
21. März 2007

zu erwähnen wären wohl noch pan tau (der sammelband mit allen geschichten) und auch das buch zu "das krankenhaus am rande der stadt" (damit man auch den inhalt der vom lieben mdr /rbb nicht gesendeten 2. staffel erfährt).

die gibt es eigentlich immer bei ebay,aber auch bei den von mir schon erwähnten seiten booklooker und abebooks. da finden sich auch so gut wie alle erwähnten bücher, wie zb backenzahn und besserungsanstalt.

der odysseus ist wirklich ganz gut;gut, wenn auch leider ohne serienbilder, ist auch hamster im nachthemd !
den hab ich mir mal für 1 euro bei www.hood.de ersteigert, eine der alternativen zu ebay ...

www.booklooker.de
www.abebooks.de
www.hood.de
www.alleauktionen.de



Volker :::::::::
27. März 2007

Zitat:

> Der Odysseus befindet sich in meinem Besitz, es ist in der Tat ein sehr gut gemachtes Buch. Der Odysseus ist, gerade wenn man das Buch kennt, ein wichtiger Vorläufer für "Die Besucher"

@Holger: inwiefern ist das Buch ein Vorläufer für "Die Besucher"? Es spielt doch um das JAhr 2000, wenn ich mich recht erinnere ?



Holger :::::::::
27. März 2007

Aber die Rückgriffe sind aus den 70er Jahren. Zudem wird wieder das gleiche Thema angeschnitten: Kontakt mit der Zukunft, begabter Junge usw.



Tobias :::::::::
27. März 2007

Ahoj, Holger und Volker,

ja, es ist eine feine Sache, hier im Forum kann jeder sein Steckenpferdchen reiten und dabei sogar anderen weiterhelfen.

Die Bücherliste hatte ich anno Schnee in der früheren Forums-Fassung schon mal angefangen. Ich hatte sie mir auch irgendwohin gespeichert, wo ich sie ganz-bestimmt-und-sicher-und-sofort-und-ganz-leicht wiederfinde – die sicherste Methode, etwas auf Nimmerwiedersehen zu verlieren. Ich hatte in diese gespeicherte Fassung immer mal wieder Ergänzungen eingetragen, wenn zu nachtschlafender Zeit ein Sender meinte, jetzt könne man mal einen sehenswerten Film ausstrahlen ohne dadurch allzusehr Gefahr zu laufen, beim Publikum unverschämte Wünsche nach einem auch zu anderen Zeiten besseren Programm zu wecken. Und da staunte ich dann immer wieder, welche Bücher es so alles auch als Film gibt.

Irgendwann muß ich dann die Datei aber doch irgendwie gelöscht haben, und alles ist futsch. Na, ich hatte anderen mitunter Auszüge geschickt, und so kam denn der Beitrag zusammen.

Inzwischen sind mir aber noch einige mehr eingefallen (nicht zuletzt durch die Erwähnung des »Krankenhauses am Rande der Stadt«), und da ist die erste Ergänzungslieferung. Mir scheint sinnvoll, auch Bücher zu Filmen und Serien anderer Länder mit aufzuführen; es wird wohl dem einen oder anderen helfen, Anfragen dazu gibt es ja im Forum immer wieder.

Ich bin mir nicht sicher, ob es richtig ist, die Häkchen und Dächlein und was noch alles wegzulassen (oder zu beschreiben); im Forum scheinen sie zwar richtig dargestellt zu werden, andererseits erlebe ich aber selbst, was herauskommt, wenn man dann versucht, einen Text mit derlei Zeichen per Netzpost zu verschicken: Das absendende Programm und das des Empfängers können sich nicht auf einen Zeichensatz einigen, teils nehmen wohl auch die an der Übermittlung beteiligten Anbieter-Rechner Umwandelungen vor: das Chaos ist perfekt. Eine Bekannte schrieb mir bei einer solchen Gelegenheit schmunzelnd, selbst sie sei nicht in der Lage, derlei zu entziffern. Oft haben die Empfänger sowieso keine Möglichkeit, den Zeichensatz zu beeinflussen. Es lebe die moderne Technik, denn sie erleichtert uns das Leben.



Eduard STORCH
»Abenteuer am Großen Fluß«
Altberliner Verlag Lucie GROSZER, Berlin (nach der Lizenznummer: 1954); Satz, Druck und Einband: Artia Prag
(Originaltitel »Statečné Mládí«)
Übersetzt von Dr. Eduard KLEINSCHNITZ, Illustriert von Zdeněk BURIAN
(Inhalt: »Wie Rabenfeder zum Klugen Raben wurde« und »Wenn die Sippe ruft«)



Jiří MAREK
»Panoptikum alter Kriminalfälle«
Volk und Welt, Berlin; 1971

Jiří MAREK
»Panoptikum sündiger Leute«
Volk und Welt, Berlin; 1979

Jiří MAREK
»Panoptikum der Altstadt Prag«
Volk und Welt, Berlin; 1981



Jiří PROCHÁZKA
»Die Fälle des Majors ZEMAN« ISBN 3-327-00803-05
Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1989



Marie MAJEROVÁ
»Kleines Fräulein Robinson«
Artia Prag, 1959
(Originaltitel »Robinsonka«)
Übersetzt von A. NOWAKOVÁ, illustriert von Karel SVOLINSKY (mit Aufwärts-Akzent über dem Y)
((die Illustrationen sind einfach sagenhaft))



Günter MEHNERT
»Der Hussitenhauptmann«
Altberliner Verlag Lucie GROSZER, Berlin (nach der Lizenznummer: 1966)
Das Impressum enthält den Hinweis
»Nach dem Film ›Das Geheimnis der Siebzehn‹
Drehbuch von LOSANSKY, GERICKE und MEHNERT«
Illustrationen von Karl FISCHER



»Spejbl und Hurvínek – Texte«
Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin; 1975
(Reihe »dialog«, Bestellnummer 624 683 1; Urheberrechtsvermerk: »(c) KIRSCHNER, GRYM und Kollektiv
Berlin 1974«)
((neben den Stücktexten sind auch Schilderungen zur Geschichte der beiden enthalten))



Jaroslav DIETL
»Das Krankenhaus am Rande der Stadt« ISBN 3-404-10320-X
Bastei-Lübbe (Gustav LÜBBE Verlag GmbH), Bergisch Gladbach; 1983 (Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 10 320)
Übersetzt von Dagmar und Borek SEVERA
(Im Impressum zusätzlich der Hinweis »Deutsche Erstveröffentlichung«)

Jaroslav DIETL
»Das Krankenhaus am Rande der Stadt« ISBN 3-355-00342-5
Verlag Neues Leben, Berlin; 1987
Übersetzt von Melitta BAILLEU

::: Privatanmerkung: Sowohl buchgestalterisch als auch sprachlich ist die Ost-Ausgabe fraglos die bessere. Der einzige Vorteil der West-Ausgabe: Dort sind für den Umschlag Fotos der Hauptfiguren verwendet worden (weiter gibt es aber keine Bilder), während derlei in der Ost-Ausgabe völlig fehlt.
Daß die Ost-Ausgaben in der Regel besser sind, findet man oft; beispielsweise bei Ota HOFMANs: »Lucie a zázraky« (wohl 1980 bei Albatros, Prag), wo die West-Ausgabe (»Lucie und der rosarote Hund«, Annette Betz-Verlag im Verlag Carl Ueberreuter, Wien; 1985 - ISBN 3-219-10309-X) ausgesprochen dröge daherkommt, um nicht zu sagen: öde. Während die Ost-Ausgabe (»Lucie und die Wunder«, Der Kinderbuchverlag Berlin, 1984) in Sprache wie Gestaltung fantasievoll und erfrischend ist. :::



Frank BAER
»Die Magermilch-Bande« ISBN 3-596-25167-2
(Fischer Taschenbuch; laut Impressum ungekürzte Fassung, Lizenzausgabe mit Genehmigung des Albrecht KNAUS Verlags, Hamburg, 1979)



Adam BAHDAJ
»Ferien mit Gespenstern«, ISBN 83-10-08242-8
Nasza Ksiegarnia, Warschau 1983 (bei »Kisegarnia« hat das »e« eine Cedille, so ein »Schwänzchen«)
(Originaltitel »Wakacje z duchami«, laut Urheberrechtshinweis ist es von 1962)
Übersetzt von Barbara SAMBORSKA, illustriert von Bohdan BUTENKO ((und es sind sehr gelungene Illustrationen))



Sándor TÖRÖK
»Ein Zauberer geht durch die Stadt«
Corvina Verlag (es gibt keinen Urheberrechts-Hinweis; auf der Rückseite des Titelblatts heißt es lediglich
»Der Vertrieb dieser Ausgabe ist nur in der Deutschen Demokratischen Republik gestattet
Printed in Hungary, 1968
Druckerei Atenaeum, Budapest«)
(Originaltitel »Csilicsala csodái«)
Übersetzt von Liane DIRA, illustriert von Lásló RÉBER

Sándor TÖRÖK
»Der Zauberer Tschilitschala kommt wieder«
Corvina Verlag (es gibt keinen Urheberrechts-Hinweis; am Schluß des Bandes heißt es lediglich
»Printed in Hungary 1970
Druckerei Zrínyi, Budapest«)
(Originaltitel »Csilicsala újabb csodái«)
Übersetzt von Liane DIRA, illustriert von Lásló RÉBER

Sándor TÖRÖK
»Pütgelütt und Bummeroll« ISBN 963-13-0737-9
Corvina (diesmal gibt es einen Urheberrechtsvermerk, nämlich »(c) Sándor TÖRÖK 1978, 1980« und »Illustrationen (c) Emma HEINZELMANN 1980«; auch der Hinweis »Vertrieb nur in der Deutschen Demokratischen Republik« gibt es hier wieder; die Druckerei war diesmal Kossuth, Budapest)
(Originaltitel »Kököjszi és Bobojsza«, Móra Könyvkiadó Budapest 1978)
Übersetzt von Henriette SCHADE-ENGL
((Den Namen der Illustratorin finde ich besonders passend, es geht ja um zwei Zwerge; sie hat sehr ansprechend illustriert, groß und bunt. Ich bin mir sicher, den Film gesehen zu haben, komme aber leider nicht auf den Titel, und Guckerl hat auch nichts anzubieten. Im Film handeln normalerweise Schauspieler, die Zwerge sind Zeichentrick-Figuren; besonders in Erinnerung bleibt einem der allgemeine Begrüßungsruf: "Ha-Ho!"))



»Der Zauberladen und andere Nacherzählungen von Zeichentrickfilmen«
Henschelverlag Berlin, 1956
(aus dem Russischen übertragen von Margarete SPADY; den kyrillisch gedruckten Originaltitel umschreibe ich mit »Filmuj-skaski«)
Inhalt:
»Die Brüder Lu«
»Ein tapferes Herz«
»Eichenbrecher«
»Der tapfere Pak«
»Das Lied der Freude«
»Die böse Hexe«
»Die wunderbare Glockenblume«
»Der Zauberladen«
»Blümlein Siebenblatt«
»Fedja Saizew und das schwarze Männlein«
Jeweils mit bunten Bildern aus dem Film, und einigen schwarz-weißen Zusatzillustrationen.
((Ein Jammer, daß »Strohhalm, Bastschuh und Blase«, sprich »Wo-ist-mein-großer-Löffel«, nicht mit im Buch ist))



L. LAGIN
»Der Zauberer Hottab. Eine lustige Geschichte«
SWA-Verlag, Berlin (leider fehlt jede Jahresangabe [auch indirekte, etwa durch Erwähnung von Lizenz-, Befehls- oder ähnlichen Nummern]; es kann wohl nur recht kurz nach dem Krieg gewesen sein; drauf scheint auch die Sprache zu deuten: S. 137, letzte Zeile heißt es »Leiter eines Gewerbeartels«, unkommentiert. Bei anderen Büchern habe ich gefunden, daß man in späteren Fassungen derlei Begriffe entweder direkt in der Übersetzung geändert oder wenigstens durch Anmerkungen erklärt hat. [übrigens, ein Artel ist eine Genossenschaft])
Satz: B. G. TEUBNER, Leipzig; Druck: Deutsche Graphische Werkstätten, Leipzig
Übersetzt von Alice WAGNER



Den Faden von Karel ZEMANs »Reise in die Urzeit" – just zum besten tschechischen SF-Film gekürt,  http://tsfsi.phpbb.li/ftopic284.html – greift Bernhard KEGEL in »Das Ölschieferskelett« (verschiedene Auflagen, z. B. Heyne-Taschenbuch 01/12090, ISBN 3-453-15890-3) auf, das er dem Gedenken an Karel ZEMAN widmet. Zwar tappt er in einige der üblichen Logik-Fallen bei derlei Zeitreise-Geschichten, es ist aber trotzdem höchst vergnüglich und sehr empfehlenswert.



Jan BRZECHWA »Die Akademie des Meisters Klex« ISBN 3-414-12230-8
(Das ist eine Ausgabe des Boje-Verlags Stuttgart, Lizenz erteilte Der Kinderbuchverlag Berlin)

Die Ausgabe des Kinderbuchverlages Berlin ist laut Lizenznummer von 1957; Übersetzung von Curt PRADOW, Illustrationen von J. M. SZANCER (teils schwarz-weiß im Text, teils Farbtafeln)




Zu den Russischen Märchenfilmen s. http://tsfsi.phpbb.li/ftopic242.html


Und noch ein kleiner Zufallsfund: http://www.hff-potsdam.de/_deutsch/hochschulbibliothek/veroeffentlichungen/defa500/literarische-vorlagen-zu-filmen.html scheint zu DEFA-Produktionen recht ergiebig zu sein.

Darin auch ein Hinweis auf ein Buch zu "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", Eulenspiegel Verlag, 2004 (2002 scheint die erste Auflage gewesen zu sein, ISBN 3359014545).

Freundliche Grüße an alle

Tobias




Tobias :::::::::
03. April 2007

Volker schrieb:
>zu erwähnen wären wohl noch pan tau (der sammelband mit allen geschichten)


Ahoj, Volker,

das ist bestimmt
Ota HOFMAN, »Pan Tau« ISBN 3-491-37289-5
(Patmos Verlag, 1994)

Die Zeichnungen von Klara Cechova sind ein ganz besonderes Lob wert - dieser sagenhaft kindliche Pan Tau, diese witzigen Kleinigkeiten in den Bildern, es ist einfach wunderbar.

Übrigens, im Film "Das erste Abenteuer" kommt Pan Tau auf der Treppe ein kleines Mädchen entgegen, das mir ein Ebenbild der "Mánička" von Spejbl und Hurvinek zu sein scheint.




Holger schrieb:
>die MAREK-Sachen sind ja alle recht gut in ostdeutschen Antiquariaten erhältlich. Ich selbst habe zum Glück ein Bändchen und ich muss sagen: der Geist vom Rat wirkt im Buch genauso intensiv wie in den Serienepisoden.


Ahoj, Holger,

ja, erfreulicherweise gibt es sie noch. Am besten scheint mir die ursprüngliche Ausgabe gestaltet; die spätere (weiße Broschüren) waren zu modern, und eine Sonderausgabe (die nur zwei der drei Teile enthielt, nämlich "Kriminalfälle" und "Sündige Leute") war mir außen zu reißerisch für diesen Inhalt und ansonsten etwas wunderlich - ein Ding wie ein Telefonbuch groß und schwer, zweispaltig gesetzt.



Sehr selten gesendet wurde wohl auch die Verfilmung von Klára JARUNKOVÁs »Die Einzige«. Das Buch ist in Ost und West erschienen; die Ausgabe als "Kompaß"-Taschenbuch (Nr. 255), Verlag Neues Leben, Berlin; 1979 (dieses Jahr steht auch im Urheberrechtsvermerk) ist mit einem Hinweis »Leicht gekürzte Fassung« versehen - damit ist nicht klar, ob es gegenüber einer früheren deutschen Fassung oder gegenüber dem Original gekürzt wurde. Übersetzer war Gustav JUST.

Die West-Ausgabe ist 1970 im Verlag Friedrich OETINGER, Hamburg erschienen, ISBN 3-7891-2215-7, in Lizenz des Verlags Neues Leben; als Übersetzer ist JUST benannt.
Die Texte zu vergleichen, hatte ich bislang leider (wie für so vieles andere) nicht die Zeit, es scheint aber der gleiche Text zu sein. Auffällig ist die sehr viel größere Zahl von Fußnoten, wo sogar erklärt wird, daß »Krone« eine Währung ist (na, im Westen gab' so was natürlich nicht, die Skandinavier zahlten bekanntermaßen in Smörebröd).
Interessant sein könnte insbesondere die vorangestellte Übersicht zur Aussprache slowakischer Wörter, die Anmerkung S. 86 mit ausführlicher Darstellung zur Schulpflicht und zum Bildungssystem, S. 89 zum Personalausweiswesen (wenn stimmt, was da steht, kommt einem die Regelung recht putzig vor - man erhielt den Personalausweis, wenn man seine 9 Jahre Grundschule absolviert hatte, also nicht nach dem Lebensalter).



Vom Vater des Kleinen Maulwurfs sind mir noch aufgefallen:

»Der reichste Spatz der Welt«
Text von Eduard Petiška, Illustrationen und grafische Gestaltung von Zdeněk MILER; übersetzt von R. RESKA - Artia Prag, 1963; 3. Auflage 1966

»Wie das Hündchen Junge haben wollte«
(Anmerkung im Impressum: »Märchen nach dem tschechischen Zeichenfilm ›Jak štěňátko chtělo mit malé pejsky‹«)
Text und Illustrationen von Zdeněk MILER; übersetzt von Inge LANNER; Artia Prag, 1966

Freundliche Grüße an und frohe Ostertage für alle -

Tobias



Tobias :::::::::
22. Mai 2007


Mitunter sucht jemand nach Themen für Diplomarbeiten oder derlei. Die Literatur der Ost-Verlage scheint mir da noch viele ungenutzte Möglichkeiten zu bergen.

Eine davon fiel mir just in die Hände. In einem Exemplar von MAREKs »Panoptikum sündiger Leute«, das aus einer Betriebsbibliothek stammt (was eine Betriebsbibliothek ist, wird man späteren Generationen wohl nur mühsam vermitteln können; ihnen wird unvorstellbar sein, daß eine Art Beschäftigungsverhältnis neben so etwas wie einer kärglichen Gehaltszahlung überhaupt auch noch andere Dinge umfaßt haben soll, und was bittschön ist »Kultur«?) und in der damaligen Weise brutal in einen haltbaren, aber unschönen Kaliko-Einband umgeheftet worden ist; die dabei verlorengehenden Klappentexte wurden durch eingeklebte (wohl zentral gedruckte) Zettel ersetzt, hier durch diesen (obwohl die Vorlage offenbar mit einer Schreibmaschine hergestellt wurde, ist er ist schwarz gedruckt, nicht dieser Umdruck-Blauton):

_________

Marek, Jiři
Panoptikum sündiger Leute.


Das "Panoptikum sündiger Leute"
ist eine Sammlung literarisch
bearbeiteter authentischer Krimi-
nalfälle vorwiegend aus der Zeit
der bürgerlichen tschechoslowa-
kischen Republik. Sowohl die Ver-
stöße der "sündigen Leute" gegen
die Gesetzlichkeit als auch die
mühevolle Arbeit der Prager
Kriminalpolizei bei der Auf-
deckung von Verbrechen werden
leicht plaudernd, ironisch,
manchmal etwas weitschweifig
erzählt. Die gesellschaftlichen
Ursachen und Triebkräfte der
kriminellen Vergehen werden nicht
immer konsequent aufgedeckt. Ge-
lungen ist die Wiedergabe des
lokalen Kolorits und die psycho-
logische Motivierung menschlicher
Verhaltensweisen.

III/18/319- Ag 448/735/74 - 1038
_________


Man faßt sich an den Kopf. Die seinerzeitigen Kulturoberen wußten ja gar nicht, welchen Schatz sie hatten, ihr ideologisch krummgehämmerter Blick war nicht fähig zu erkennen, daß in Literatur, Filmkunst und dergleichen einzigartige Qualitäten blühten, die dem »Weltniveau« um uneinholbare Längen voraus waren, dem der Staat auf bedeutungslosen Gebieten (etwa der Wirtschaft) aussichtslos abgeschlagen mit hängender Zunge stets hinterdreinhinkte und -hechelte.

Aber zurück zum Zettel: Lassen wir die anderen Dinge mal beiseite und stellen uns aus Spaß am Grusel doch mal vor, wie MAREK wohl die Geschichten hätte enden lassen sollen, um zum »fortschrittlichen« Schriftsteller befördert zu werden:

»Auf der Vier setzte im Detektivzimmer der Herr Rat nachdenklich eine Viginia in Brand.
›Nun, meine Herren‹, sagte er in die Runde, ›auch dieses Verbrechen ist wieder einmal auf die gegen das Proletariat gerichteten Machinationen der Ausbeuterklasse zurückzuführen.‹
Die Herren nickten ihrem Vorgesetzten Zustimmung, der hinzufügte: ›Möge die Arbeiterklasse bald ihre historische Aufgabe erfüllen und ihre Ketten in einer ruhmreichen Revolution hinfortsprengen wie in der Sowjetunion!‹ –
›Gesundheit‹, sagten alle, denn der Herr Bouše hatte diesen hehren Wunsch beniest.«

Brrrrgittigitt ...

Freundliche Grüße an alle

Tobias





Holger :::::::::
22. Mai 2007

Die Engstirnig eit findet sich in so ziemlich vielen Nachwörtern/ Vorwörtern/Klappentexten. Dererlei lese ich daher aum mehr. Mareks Bücher, ziemlich oft in ddrschen Antiquariaten und auf Flohmärkten zu haben,sind wirklich empfehlenswert - genauso wie die Serie(n).





Tobias :::::::::
05. Juni 2007

Ahoj, Holger,

der Witz bei diesem Zettel ist, das in den Klappentexten der drei Panoptikum-Bände von derlei "mangelnder Fortschrittlichkeit" gar nicht die Rede ist. Sondern da wird (außer der appetitanregenden Darstellung des Inhalts) über den Autor berichtet, daß er umfassend für das Staatsfernsehen tätig war.

Du hast völlig recht,derlei Klebezettel, Vor-und Nachwörter zu lesen ist allenfalls von wissenschaftlichem Interesse. Bei dem Zettel frage ich mich, ob MAREK vielleicht seinerzeit mal kurz auf der "Pfuibah-Liste"der Staatslenkung gelandet war.

Bei den Vor- und Nachwörtern ist manchmal schon drollig, wie die Verfasser sich abgezappelt haben, um irgendwie die "gesellschaftliche Fortschrittlichkeit" des Autors,des Werkes oder überhaupt die "Entschuldigung" dafür zu liefern, daß gedruckt wurde.Denn:"Wir haben's gedruckt, weil die Leute es lesen wollen" ging ja nach Meinung der Öberen nicht. (Manchem Verfasser von derlei Ergüssen müßte man eigentlich noch heute dankbar sein, denn er hat den Druck des Buches ja erst ermöglicht, ohne "Ideologische Rückendeckung" hätte man es nicht drucken dürfen oder zu drucken gewagt.)

Nu,da könnte sich jemand mal eine Diplomarbeit oder derlei aufbauen, es wäre der Untersuchung wert, zumal es heute ähnliche Erscheinungen gibt ("Politische Korrektheit"), und auch in Alternativkreisen West derlei Ausreden üblich waren und sind.

Freundliche Grüße an alle

Tobias



Tobias :::::::::
11. August 2007

Ahoj,

in http://tsfsi.phpbb.li/ftopic390.html wird es erwähnt, aber zusammenhangshalber schreibe ich die Angaben lieber hier hin:

Von Jaroslav FOGLAR ist "Die Jungs vom Biberfluß" auf Deutsch 1991 erschienen (Einheitssacht.:Hoši od bobři řeky <dt.>),übersetzt von Drahoslava SMRČKOVÁ.
ISBN 3-924532-18-4

Ein schönes Wochenende für und freundliche Grüße an alle

Tobias





Tobias :::::::::
10. August 2010

Und noch eine Ergänzung (Vorgeschichte s.http://tsfsi.parlaris.com/ftopic640.html ):

Ota HOFMAN »Das Märchen von der alten Straßenbahn« (orig. »Pohádka o staré tramvaji«; Übers.Jan GERSTEL, Ill.Ingeborg FRIEBEL;
Der Kinderbuchverlag Berlin, 1964; Urheberrechtsvermerk (c) Ota HOFMAN 1961)

Liebe Grüße an alle

Tobias
tsfsi tsfsi
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Re: Bücher, Bücher

Ich habe letztens ein anderes Kleinod erstanden, und zwar: Peterpetz und Peter Petermichel. Danach gab es eine kleine Trickfilmserie oder ein paar Trickfilme. Das Buch schrieb Vladislav Vančura. Das Buch erschien 1963 auf Deutsch und muss unverkennbar für das Ausland gemacht sein, da der übliche tschechische Erscheinungsnachsatz (so etwa "Dies ist unser 2043. Buch" und so weiter) fehlt.
Das Buch ist sehr schön von Zdeněk Míler illustriert und mich würde sehr sehr sehr gern interessieren, ob man diese Filme oder diese Serie irgendwann mal in Deutschland sehen könnte. Oder hat sich mein Blick so sehr getrübt, dass ich den Wald vor lauter DVD-Angeboten nicht mehr sehe?

Dies ist übrigens auch ein Test für die tschechischen Sonderzeichen gewesen.
Die erreicht ihr hier über den üblichen HTML-Code.

& # 269 ergibt č
& # 283 ergibt ě
& # 353 ergibt š

und so weiter.
Tobias Tobias
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Re: Bücher, Bücher

Ahoj, Holger,

von den beiden habe ich noch nichts gehört, da muß ich in Zukunft mal besonders aufpassen. Obwohl es mir durch den Stil der Zeichnungen hätte auffallen müssen.

Liebe Grüße

Tobias
tsfsi tsfsi
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Re: Bücher, Bücher

--- aus dem 1. forum ---

>Übrigens, auch "Kleines Fräulein Robinson" (Film wie Buch heißen im Original "Robinsonka") von Marie MAJEROVA (mit Aufwärts-Akzent über dem letzten A) ist auf Deutsch erschienen, bei Artia Prag, 1959.

Das Buch ist interessanterweise schon 1940 entstanden. Bis zu einem gewissen Punkt im Film hätte ich nicht geglaubt, dass das alles schon in den 30ern spielen sollte...

--- ----

tsfsi tsfsi
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Re: Bücher, Bücher

--- ebenso ---

Ja, nicht nur die tschechischen/slowakischen/tschechoslowakischen, auch die anderen Ostblock-Produktionen sind wahre Schmuckstücke, besonders die für Kinder.

Übrigens, zu "Ferien mit Gespenstern" ist das Buch auch auf Deutsch erschienen, bei "Nasza Ksiegarnia" (mit Cedille unter dem e), Warschau 1983, ISBN 83-10-08242-8, mit eigenwilligen Illustrationen von Bohdan BUTENKO. Wer Bekannte aus Polen hat, sollte sich einmal die Aussprache des Namens BAHDAJ vorführen lassen, es klingt verblüffend. Es scheint übrigens der Originalverlag zu sein, denn er ist im Impressum auch als Rechteinhaber des Originals von 1962 benannt.

"Der Ring der Prinzessin Anna" könnte mit dem 1979 im selben Verlag erschienenen Buch von Kornelia DOBKIEWICZOWA "Der Ring der Prinzessin Gertruda" zusammenhängen.

Übrigens, auch "Kleines Fräulein Robinson" (Film wie Buch heißen im Original "Robinsonka") von Marie MAJEROVA (mit Aufwärts-Akzent über dem letzten A) ist auf Deutsch erschienen, bei Artia Prag, 1959.

Freundliche Grüße an alle -

Tobias

---
tsfsi tsfsi
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Re: Bücher, Bücher

Noch ne Ergänzung. Der Schauspieler Miroslav Horniček hat auch Bücher veröffentlicht, eines konnte ich letztens im Ein-Euro-Buchladen in Leipzig bekommen: Die verheimlichte Geige. Ich bin zwar noch nicht zum Lesen gekommen, aber was solls.
tsfsi tsfsi
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Re: Bücher, Bücher

Die verheimlichte Geige ist nicht soooo der Hit gewesen, aber es liest sich ganz schnell. Halt kurze Erzählungen, mehr nicht.

Seit heute bin ich im Besitz von

OTA HOFMAN: Fangio und das kleine Bison. 1. (und einzige) Auflage 1974.
Zwar ohne Schutzumschlag, aber hallo, egal. Übersetzt von Zora Weil-Zimmering (Tobias? Ist das eine Tochter von Max Zimmering, der von der Jagd nach dem Stiefel? Er erwähnte ja in einem Nachwort, dass das Buch zuerst in Prag erschien, insofern also eine schlüssige Idee...)
tsfsi tsfsi
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Re: Bücher, Bücher

Uj, schon auf den ersten paar Seiten kommen sehr viele Querverweise!
1. Lem > Sascha nennt sich "Alexander Tichý"
2. S. 7: "Überschwemmungen in Italien" > das kommt einem doch sehr sehr bekannt vor...
tsfsi tsfsi
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Re: Bücher, Bücher

Ok. Den Verweis auf Lem kann man streichen. Es gibt auch wie in anderen Hofman/ Polak-Geschichten Unterricht im Lernkabinett am Computer... Irgendwann fällt der Name "Clown Ferdinand". Aber insgesamt bin ich mit dem Buch nicht so recht warm geworden. Die Überschwemmungen in Italien haben wahrscheinlich mein Gehirn vernebelt.
tsfsi tsfsi
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Re: Bücher, Bücher

Wie sich doch die tschechischen (betont!) Kinderfilme eingebrannt haben.
Judith Schalansky schreibt in ihrem 2011 erschienenen Roman an einer Stelle (S. 112/ 113) über Adel, Könige und kommt dann ganz einfach zu den Königen aus den -tschechischen- Kinderfilmen. Bei DDR-Herkunft hätte sie ja auch DEFA-Könige nehmen können, aber ne, die tschechischen Kinderfilmkönige scheinen sich mehr eingebrannt zu haben. Wenn sich das mal literarisch weiterfortsetzt, oh ja, das wird gut... ;)
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