Fernseh-Schelte

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Tobias Tobias
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Fernseh-Schelte

Kleiner Zufallsfund: Im Netz steht die Mitgliederzeitung der DGB-Gewerkschaft Verdi. Und in den Leserbriefen der Ausgabe 1/2013 beklagen die Mitglieder einmütig die lausigen Programminhalte und die fehlenden Einflußmöglichkeiten der Beitragszahler.

http://publik.verdi.de/2013/ausgabe-01/gesellschaft/briefe/seite-14/A0

Genau das beklagen wir hier im Forum ja seit vielen, vielen Jahren.

s. a.
http://der-tschechisch-slowakische-fernsehserien-index.1046636.n5.nabble.com/Uberlegung-zu-anderer-Petition-td4936972.html

Ich finde, mit der jetzigen Umstellung hat man nichts gebessert: Da die Zahlungshöhe weiterhin letzten Endes staatlich ausgekungelt und festgesetzt wird, die Zahlungspflichtigen weder dazu noch zu den Inhalten auch nur eine Mitsprachemöglichkeit haben, hätte man gleich auf eine Finanzierung durch den Staatshaushalt umstellen können. Damit wären wenigstens die Kosten des Verwaltungsaufwands eingespart worden, viele Millionen Konten müssen ja geführt, diese vielen Millionen Zahlungseingänge müssen ja überwacht und verbucht werden.

Sicher stellt sich auch die Frage, warum ausgerechnet Radio und Fernsehen eine staatlich garantierte "Grundversorgung" brauchen sollen, Bücher und Zeitungen aber nicht. Obwohl doch Bücher und Zeitungen viel einflußreicher waren und sind (und auch künftigen Generationen noch vorliegen werden, im Gegensatz zu Rundfunk- und Fernsehsendungen). Übrigens, was die öffentlich-rechtlichen Sender vorgemacht haben, greift jetzt im rein privaten Zeitungswesen um sich: die Zeitungen unterscheiden sich nur noch nach ihrem Namen, während die Artikel die selben, von der selben Gemeinschaftsredaktion erstellt sind.

Trotzdem, ein öffentlich-rechtliches Fernsehen halte ich für wünschenswert - aber nur, wenn es eben nicht genauso blöde, verblödend und bloßes Geldscheffelwerkzeug ist, wie die privaten. Meine ich.

Liebe Grüße an alle

Tobias
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