TSFSI Archiv: 2005 – Diskussion im TSFSI Forum

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TSFSI Archiv: 2005 – Diskussion im TSFSI Forum

TSFSI Archiv: 2005 – Diskussion im TSFSI Forum

[ Der Tschechisch-Slowakische Serienindex. Das Forum. ]

Thema am Anfang: Der Wettbewerb (Umfrage) um den größten Tschechen.

Holger (6.7.2005):
Der einzige Schauspieler auf der Liste der größten Tschechen, Jan Werich, findet sich noch vor Jan Hus auf Platz 6.

Karel (6.7.2005):
Der Wettbewerb um den größten Tschechen ist schon abgeschlossen. Auf dem 1. Rang war Karl der Vierte (Kaiser). Und was Filmleute? Jan Werich (Schauspieler - z.B. Serie Pan Tau) auf Platz 6, Miloš Forman (Regisseur, z.B. Der Feuerwehrball, München 1972, Einer flog über das Kuckucksnest) auf Platz 30, Vlasta Burian (Schauspieler - z.B. Anton Spelec, der Scharfschütze) auf Platz 31, Vladimír Menšík (Schauspieler, z.B. Serien Pan Tau, Die Besucher, Der fliegende Ferdinand) auf Platz 37, Ladislav Smoljak (Schauspieiler - z.B. Aktion Kugelblitz, Horoskop aus dem Computer) - 79, Helena Růžičková (Schauspielerin - z.B. Heimat, süße Heimat) - 82 usw.

Holger (8.7.2005):
Das hätte ich natürlich präziser ausdrücken müssen: der einzige Schauspieler unter den Top10. Dass da auf den unteren Plätzen noch viele bekannte Leute sind, war mir auch klar. Aber Platz 6 für Werich war halt was besonderes.
Vlasta Burian und Ladislav Smoljak, ich behaupte mal, sind in Deutschland ja leider vollkommen unbekannt. Wenn man das von Deutschen hätte machen lassen, wäre wohl Otto Simanek (Pan Tau) ganz weit oben gewesen, gefolgt von Zaneta Fuchsová und Dada Patrasová - also, wenn man nur Schauspieler nimmt!

Karel (8.7.2005):
Die gute Stellung der Schauspieler im Wettbewerb bezieht sich auch auf die gute Stellung der tschechischen Spielfilme und Fernsehserien in Tschechien. Außer Frankreich handelt es sich in Europa um eine seltene Erscheinung, dass die inländischen Spielfilme (was das Interesse der einheimischen Zuschauer betrifft) den amerikanischen gegenüber konkurrenzfähig sind. Und die Beliebtheit der inländischen Fernsehserien ist hier sogar höher. Otto Šimánek gehört in Tschechien zwar nicht zu den populärsten Schauspielern (zwei populärste sind Vlasta Burian und Vladimír Menšík), aber die Fernsehserie Pan Tau betrachte ich persönlich als (für mich) die beste Fernsehserie aller Zeiten. Es ist meine Herzensangelegenheit, vor allem die Folge 2 „Eine schöne Bescherung“ (so ein Weihnachten hatte ich doch in meiner Kindheit auch – na ja, jedoch ohne Pan Tau – trotzdem kommt mir hier alles irgendwie bekannt vor). Diese Folge muss ich jedes Weihnachten sehen, sonst gibt es doch kein Weihnachten.

Holger (8.7.2005):
In der Tat: das gibt es in Europa selten. Schade nur, dass die Filme, die bei euch Kassenschlager sind, nur selten den Weg nach Deutschland finden - und das nicht nur im Festival oder im Fernsehen...
Das wäre übrigens ein lohnendes Thema. Wenn ich mal kurz die tschechischen Filme und Serien überfliege, wo es um Weihnachten geht, kommen fast immer die gleichen Szenen vor: Baum, Karpfen, Mikuláš. Und zumeist gibts Theater wegen des Karpfens, den der Hausherr natürlich nicht töten kann...

Karel (10.7.2005):
Tschechische Spielfilme und Fernsehserien: Ich verfolge (seit 1996) ganz sorgfältig, was im Deutschen Fernsehen läuft, weil ich ein seltsames Hobby habe: ich sammle die tschechischen Filme und Serien in Deutscher Fassung, die mir gefallen (ca. 30 % davon, was im deutschen Fernsehen läuft). Manchmal vergleiche ich die zwei Sprachfassungen. Zweck: „Schule als Spiel“ („Schola ludus“) – ich lerne dadurch Deutsch. Meine Erkenntnisse: Die Filme und Serien, die in Deutschland eine starke Stellung haben, kann man jedes Jahr wenigstens einmal sehen: Pan Tau, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Das Mädchen auf dem Besenstiel, Die Märchenbraut... Es gibt jedoch eine Menge Filme, die ich noch nie im deutschen Fernsehen bemerkte und die dabei auch sehr gut sind: Vier Morde sind genug, Liebling (1970), Wer will Jessi töten? (1966)... oder wäre es gut, wenigstens „Poeten“ (1981-1993) öfter zu sehen: Wie die Welt um ihre Dichter kommt, Wie Poeten ihre Illusion verlieren, Wie Poeten das Leben genießen, Das Ende der Dichter in Böhmen. Das waren (und vielleicht noch sind) Bestseller der jungen Generation.
Weihnachten: Das ist wahr: Baum und Karpfen. Anstelle von Pan Tau erwarteten wir mit offenem Fenster Christkind mit Geschenken. Christkind konnte ich jedoch auch nie sehen, weil mir gesagt wurde, dass ES nur heimlich kommt und Geschenke verteilt. So ein Pech.

Holger (10.7.2005):
Doch doch, die Poeten hatten es ins DDR-Kino und ins DDR-Fernsehen geschafft.
Die sind auch bei vielen "älteren" Fans bekannt, und sicher würden sich viele auch freuen, wenn es die Filme wieder mal ins Programm schaffen würden.
Aber richtig beobachtet: seit 1990 und spätestens seit der Einstellung des DFF 1991/ 92 kommen nur noch ganz wenige Filme und Serien, die aber dafür immer und immer wieder. Es sind etwa rund 100 bis 200 Filme, allen voran Märchenfilme. Wenn man, meiner groben Schätzung nach, davon ausgehen kann, dass es etwa 700 bis 1000 deutsch synchronisierte Filme (v.a. in der DDR) gegeben hat, ist das natürlich sehr mager.
Neue Produktionen kommen so gut wie nicht mehr durch. Einzelne Filme schaffen es auf Festivals, und ein oder zwei davon ins "reguläre" Kino (was aber beileibe keine großen Kinos sind). Und ins Fernsehen kommen Filme zu allermeist nur noch dann, wenn deutsche Sender mitproduziert haben.
Es gibt aber auch den Fall, dass Sachen für das deutsche Fernsehen produziert wurden, und nie gezeigt wurden ("O zviřatech a lidech" beispielsweise).
Ich selbst mache auch so eine "Statistik" seit 1999, ganz genau aber erst seit letztem Jahr. Wenn ich das mit einem einfachen Blick ins DDR-Fernsehprogramm zwischen 1977 und 1989 vergleiche, ist da nur noch ein Bruchteil auf dem Bildschirm. Vieles hat man wohl aus "Zeitgeist"-Gründen ausgesiebt, anderes vielleicht aus technischen Gründen (Schwarz-Weiß) und andere Sachen kommen nur in bestimmten Versionen (mal West, mal Ost).
Damit Deutsch zu lernen ist eine sehr gute Strategie! Von der Aussprache lernst du dann übrigens bei den Kinderserien (West) einen leichten Münchner Akzent ;)

Karel (12.7.2005)
Du schreibst genau das, was ich auch bemerkte. Es gibt ausgewählte tschechische Filme und Serien, die verhältnismäßig oft wiederholt werden und dann die Mehrheit der anderen, die überhaupt nicht erscheinen. Es gibt jedoch zum Glück Ausnahmen – Filme, die vielleicht 1 x pro 20 Jahre ausgestrahlt werden – meistens im MDR Fernsehen (deshalb schätze ich diesen Sender sehr) und oft in der Zeit, wenn Menschen normalerweise schlafen (um Mitternacht) – aber das macht nichts, es gibt ja Video. So kann man mal auch einige der „Poeten“ sehen, oder auch z. B. Brooklyn Story (1992), Das Rätsel eines Puzzles (1993), Kolya (1996), Kuschelnester (1999), Max, Susi und das magische Telefon (2001) u.a. Aber wie Du schreibst: ein Bruchteil im Vergleich mit dem DDR-Fernsehen.

Etwas interessantes möchte ich noch zu den Ausnahmen zugeben: Die Fernsehserie „Die Frau hinter dem Ladentisch“ (1977) war nach der Wende in Tschechien sehr lange unerwünscht – wegen der Schauspielerin Jiřina Švorcová, die in Kommunistischer Partei aktiv ist. In dieser Serie gab es sonst nichts Politisches – bevor diese Serie überhaupt in Tschechien ausgestrahlt wurde, war sie schon 2 x im deutschen Fernsehen. Es erinnerte mich an die Zeiten (die hoffentlich nie zurückkehren), als die verbotenen Filme (Bücher usw.) nur im Ausland zu haben waren.

Holger (12.7.2005):
Vielleicht auch nur, weil man in Deutschland nicht weiß, wer Jiřína Švorcová ist. Andere Sachen, Major Zeman, werden wir dagegen wohl nie mehr zu sehen bekommen, weil man da genau erkennen kann, dass es politisch ist. So etwas ähnliches gibt es bei uns auch "Das unsichtbare Visier", was ihr wohl auch nie wieder sehen werdet :(
Und auch hier macht man es der Serie schwer. Von den 16 Teilen sind nach der Wende auch nicht mehr alle gekommen. Und bei einem Teil hatte man im Fernsehen dann technische Probleme...

Holger (12.7.2005):
Interessant, der Name "Das unsichtbare Visier" ist mir irgendwie aus der Vergangenheit bekannt. Aus der Gegenwart kenne ich jedoch die Serie „Polizeiruf 110“. Die erinnert mich mit ihrem Stil an die tschechische Serie „Bezirksverwaltung der "K" Prag“ – eine Serie über eine normale „kleine“ unorganisierte Kriminalität.

Und noch etwas: Ich muss mich bei Dir für die perfekte Web-Site über tschechische Filme und Serien bedanken – als ich sie zufällig fand, war es für mich eine der größten und angenehmsten Entdeckungen im Internet. Sicher werde ich da regelmäßiger „Gast“ sein.

Holger (13.7.2005):
Das könnte man durchaus sagen. Es geht halt nicht immer um Mord, wie das beim Tatort (Misto cinu) ist...
Ist es bei der Bezirksverwaltung eigentlich eine Anspielung auf den StB wenn man in der Polizei immer vom "Präsidium" spricht? Die Gruppe um Josef Abrhám scheint ja schon immer die "härtere" zu sein. Oder sind es einfach nur Spezialisten?

Karel (14.7.2005):
Ich persönlich sah in dieser Serie immer nur das, was sie charakterisierte: Verfilmung der tatsächlichen Kriminalfälle. Mit StB (also tschechischer „Staatssicherheit“, analogischer Organisation zur „Stasi“ in der DDR) hatte das nichts zu tun. Um Deine Frage wirklich richtig zu beantworten, sah ich mir Informationen über diese Serie auf tschechischen Websites im Internet. Es gibt hier in Diskussionen viele Meinungen über diese Serie, von positiven bis zu negativen. Keiner hier sieht einen Zusammenhang zwischen StB und dieser Serie, nicht einmal diejenigen, die diese Serie als „rot“ bezeichnen (das ist jedoch Blödsinn, sie ist einfach nur im „roten“ Zeitraum entstanden). Sogar als ich gemäß Schlüsselworten „Malý pitaval z velkého města“ (tschechischer Name der Serie) und „StB“ im Internet suchte, wurde nichts gefunden. Es gab zwar ein paar Websites, wo diese zwei Begriffe zusammen standen, in jedem Fall bezog sich jedoch das Wort „StB“ zu einer anderen Sache als zu dieser Serie. Deshalb kann ich mit Sicherheit beantworten, dass die Leute in der Serie wirklich nur Kriminalisten waren.

Holger (14.7.2005):
War ja auch nur eine Vermutung... Wenn es früher eindeutig um den StB ging, schrieb man halt gerne verschleiernd "Sicherheitsorgane"... Aber du hast sicher recht.

Karel (15.7.2005):
Mit den "Sicherheitsorganen“ ist es wahr. Dieser Serie würde ich jedoch trotzdem glauben. Man sieht, wie gut Du über tschechische Filme und überhaupt Realien informiert bist. Das riesige Werk „Der Tschechisch-Slowakische FernsehSerienIndex“ bezeugt das auch. ALLE ACHTUNG!

Holger (16.7.2005):
Vielen Dank. Aber ehrlich gesagt, vergleiche ich mich da mit Seiten wie dem Česke filmové nebe (CFN) und der Česka filmova databaze (CSFD) und muss jeden Tag feststellen, was ich alles noch nicht kenne. Was oft auch daran liegt, dass ich nichts mehr neues sehen kann, weil nichts mehr im deutschen Fernsehen kommt.

Karel (18.7.2005):
Dass Du Informationen über tschechische Filme und Serien auf Deutsch und bezogen auf deutsches Fernsehen bringst, bedeutet mir wesentlich mehr, als dasselbe von tschechischen Subjekten (bezogen auf tschechisches Fernsehen), die dafür unvergleichbar bessere Möglichkeiten haben. Und ich glaube daran, dass in Zukunft die Fernsehsender in Europa mehrere europäische (und dadurch auch tschechische) Filme bringen.

Holger (18.7.2005):
Ich hoffe auch, dass mehr europäische Filme in allen Ländern zu sehen sind. Eine Art Austauschsystem wäre gut. Die Länder, in denen man Französisch spricht, machen das schon, und so kann man Filme aus Afrika auch in Frankreich sehen. Schön wäre das, wenn das in Europa auch so wäre. Die Leute könnten viel schneller und besser die Sprachen lernen und vielleicht auch besser die Kulturen verstehen. Aber das ist Zukunfts-Musik...

Karel (3.8.2005):
Eine interessante Sache zur Fernsehserie „Das Kollier“ (CZ, 1992 - So 07.08.2005) – ihre Hauptdarstellerin ist Libuše Šafránková, bekannt als Aschenbrödel in dem wohl meistgespielten tschechischen Film im deutschen Fernsehen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (CZ, 1973, http://www.dreihaselnuessefueraschenbroedel.de/). Man kann sehen, wie wenig sich in diesen 20 Jahren Libuše Šafránková verändert hat.

Holger (3.8.2005):
Ja, das stimmt. Sowohl, dass sich Libuše Šafránková nicht wirklich verändert hat als auch das Drei Haselnüsse für Aschenbrödel der in Deutschland am häufigsten gesendete tschechische Film ist... Leider ist SWR bei mir nicht zu empfangen. Ich kann also nur hoffen, dass mal ein anderer Sender die Serie zeigt.

Karel (3.8.2005):
Schade – aber vielleicht wäre eine Satellitenantenne eine gute Lösung. Ich weiß jedoch, dass es in einigen Fällen nicht möglich ist (Wohnhäuser, wo es unerwünscht ist usw.).
Eine Frage bitte noch. Finde ich irgendwo eine Rangliste der meistausgestrahlten tschechischen Filme im deutschen Fernsehen? Das würde mich interessieren.

Holger (3.8.2005):
Das gibt es leider so nicht. Ich selbst habe das mal nur für 2004 gemacht (Zahlen sind Ausstrahlungen):
1. Drei Haselnüsse für Aschenbrödel 8
2. Wie man Dornröschen wachküsst 5
3. Die Perlenprinzessin 4
        Das Mädchen auf dem Besenstiel 4
        Die kleine Meerjungfrau 4
        Das Märchen vom Däumling (Koprod. Litauen) 4
        Entführung nach Hause 4
        Falkner Thomas 4
        Unter dem Dachsfelsen 4
4. Der Feuervogel 3
        Die Seekönigin 3
        Mit dem Teufel ist nicht gut spaßen 3
        Zoobesuch mit Hindernissen 3
        Das neunte Herz 3
        Der Furchtlose 3
        Im Zauberreich der Hexen 3
        Mit dem Teufel ist nicht gut spaßen 3
        Rübezahl und die Skiläufer 3
        Wettstreit im Schloss 3
        Die drei müden Prinzessinnen 3
        Der Prinz und der Abendstern 3
        Das Märchen vom Bären Ondrej 3

Das wären die Filme, Serien:
1. Unterwegs mit Bärenkindern 7 (7x mal in einem Jahr zu sehen!)
2. Teuflisches Glück 5
3. Pan Tau 4
4. Die Märchenbraut 3

Aber! Das ist unvollständig und sicher nicht ganz genau. Ich habe mich da nur auf meine Vorschau gestützt und die ist immer mal ungenau. Leider.

Antenne: Wir haben leider einen Vertrag mit einem Kabelanbieter, den hier alle haben müssen

Karel (4.8.2005):
Vielen Dank für die Angaben, die für mich sehr interessant sind! So eine Rangliste habe ich noch nie gesehen. Eine Überraschung ist für mich der dritte Platz von Pan Tau – ich würde Platz 1 erwarten. Schade, dass die meistausgestrahlten Serien (mit Ausnahme von Pan Tau – er ist die einsame Spitze) nicht zu den besten gehören. Das ist auch bei den Filmen der Fall – mit Ausnahme von Aschenbrödel auf Platz 1 (ein Spitzenfilm) und vielleicht von „Das Mädchen auf dem Besenstiel“ gehören die anderen auch leider nicht zu den besten.

Holger (4.8.2005):
Wichtig ist bei den Angaben, dass man wissen muss, dass in Deutschland die sogenannten 3. Programme oft eine Sendung "übernehmen". Also, wenn in einer Woche auf dem WDR Pan Tau läuft, kann es sein, dass der MDR in der nächsten Woche auch wieder Pan Tau sendet. Das System wird damit begründet, dass man diese 3. Programme nicht in ganz Deutschland sehen kann. Im Westen kann man oft keinen MDR oder RBB sehen, im Osten kann man oft nicht HR oder SWR sehen.

Karel (16.8.2005):
Holger im Fernsehen: Vor zwei Jahren habe ich ein tschechisches Dokument über die Fernsehserie „Die Besucher“ auf Kassette aufgenommen. Unter anderen, die in diesem Dokument auftraten, gab es da einen sympathischen jungen Herrn, der auch mitteilte, dass es Webseiten von dieser Serie gibt. Die Seiten habe ich mir dann auch sofort angesehen. Nach zwei Jahren verfolgte ich dieses Dokument wieder und mit Freude stellte ich fest, dass dieser damals Unbekannte Herr Holger Ebermann vom Serienindex war.

Karel 11.10.05:
…Unter tschechischen Fernsehsendern tobt ein Krieg um Einschaltquoten und die Hauptwaffen in den attraktivsten Zeiten (zwischen 20:00 – 22:00 Uhr) sind tschechische Fernsehserien – deshalb entstehen sie zur Zeit wie am laufenden Band. Und nicht nur neue – auch der bekannte „Major Zeman“ über die sozialistische Kriminalpolizei kämpft gerade „im Dress“ von Prima Fernsehsender. Im Nova Fernsehsender gab an einigen Tagen sogar "Big Brother" ach (wegen seiner direkten und ähnlichen Konkurrenz in Prima unter dem Namen „Die Auserwählten“, die ihn bei Zuschauern besiegte) und wurde in diesen „Konfliktzeiten“ auch mal durch Serien ersetzt.

Karel (23.12.2005)
Ich will nicht fehlen – also mein kurzer Tschechisch-Kurs:
Frohe Weihnachten und alles Gute im Neuen Jahr.
Veselé vánoce a vše nejlepší v novém roce.
Beachtet die Aussprache!: [wesselee waanotze a wsche nejlepschii w noweem rotze]
Beachtet Unterschiede!: Tschechisch wünscht „das Beste“ (= „nejlepší“), Deutsch ist bescheidener und wünscht nur „das Gute“ (= wäre im Tschechischen „dobré“). Weil ich euch jedoch nur das Beste wünsche, sage ich:
Frohe Weihnachten und alles BESTE im Neuen Jahr!

Nachfolgend zwei Beispiele, wie harmlose deutsche Wörter im Tschechischen manchmal eine grobe Umgangssprache bedeuten:
GESICHT = obličej (ein hässliches Gesicht heißt auf Tschechisch „KSICHT“).
WERKZEUG = nářadí (sehr umgangssprachlich jedoch „WERCAJK“)

Und jetzt ernsthaft: Holger, jede beliebige Statistik, wie oft welche Filme und Serien im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurden, ist für mich sehr interessant. Bitte – falls Du solche Daten zusammenstellst, veröffentliche sie.

Holger (Der Tschechisch-Slowakische Serienindex) und Marco (Marcoscoolworld):
DANKE FÜR DIE TOLLEN WEBSEITEN!!!!!!!

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Re: TSFSI Archiv: 2005 – Diskussion im TSFSI Forum

Oh ja, damals, als nur 7x im Jahr Drei Haselnüsse für Aschenbrödel im Fernsehen lief...
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